Seit Jahren steigen in Deutschland die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung. Dagegen möchte die Bundesregierung etwas unternehmen und hat diese Woche den Entwurf für ein neues Gesetz vorgestellt. Kritik daran kommt jetzt von der Handwerkskammer für Oberfranken. Präsident Matthias Graßmann sagt, die Pläne der Regierung seien nicht ausreichend. Es sei eine sehr große Chance vertan worden. Besonders Menschen in Handwerksberufen würden die Lohnzusatzkosten und Sozialversicherungsabgaben oft im eigenen Geldbeutel zu spüren bekommen, so die HWK. Der vorgelegte Gesetzesentwurf senke diese Belastung aber nicht, kritisiert die Kammer. Weder für die Beschäftigten noch für die Betriebe. Dabei wäre mit einer umfassenden Reform sogar eine Senkung der Beiträge möglich gewesen, davon ist HWK-Präsident Graßmann überzeugt. Das Gesetz sieht mehrere Anpassungen vor, die die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung über die kommenden Jahre sichern soll. Der Beitragssatz für die Versicherten soll stabil bleiben.
mz