Ein neues Projekt in Bamberg könnte die Folgen eines Herzstillstands deutlich verringern: Als einer von nur vier Standorten in Deutschland testet der Verein Notfallmedizin Bamberg ab sofort eine spezielle Kühlung direkt am Einsatzort. Ziel ist es, Hirnschäden nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu reduzieren. Notarzt Dr. Lukas Tadda erklärt, wie die Methode funktioniert:
„Also das Gerät ist im Endeffekt ein dünner Schlauch, der quasi in die Nase eingeführt wird und über diesen Schlauch wird ein Kühlmittel vernebelt und dadurch kühlt sich die Schleimhaut in der Nase massiv ab. Und weil halt die Nase zum Gehirn sehr, sehr eng in Nachbarschaft liegt, wird auch das Gehirn quasi einfach durch die Nachbarschaft schon mal gekühlt.“
Bisher erfolgt die Kühlung erst im Krankenhaus. Durch die Studie soll sie in Bamberg künftig schon wenige Minuten nach dem Notfall beginnen. Europaweit sollen rund 1.000 Patienten daran teilnehmen. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Methode sicher ist und die Chancen auf eine bessere Genesung erhöhen kann.