Vor dem Bayreuther Landgericht wird seit gestern gegen einen ehemaligen Bankdirektor verhandelt. Der 79-Jährige soll sich laut Nordbayerischer Kurier zunehmend von seiner Umgebung bedroht, gemobbt und bestohlen gefühlt haben.
Letztes Jahr im August hatte der 79-Jährige Angeklagte mit einem mehr als 20 Zentimeter langen Küchenmesser beim Nachbarn geklingelt. Der machte die Tür gleich wieder zu und rief die Polizei. Während draußen die SEK-Beamten standen, so hieß es vor Gericht, glaubte der Rentner an ein Mordkomplott. Als SEK-Beamte die Tür aufbrachen und in die Wohnung stürmten, lauerte der Rentner mit zwei Messern bewaffnet hinter der Tür. In einem anschließenden Gerangel hatte er einen der Beamten mehrfach getroffen.
Angeklagt ist der 79-Jährige wegen versuchten Totschlags. Seit dem Zwischenfall befindet er sich im Bezirkskrankenhaus. In dem Verfahren soll geklärt werden, ob der Mann psychisch krank ist und auf Dauer im Bezirkskrankenhaus untergebracht wird.