Es geht weiter in der Diskussion um den 500.000 Euro Zuschuss für die Kronacher Schützen für eine Neubau eines Schießstandes. Unserem Sender liegt ein Schreiben von fünf Kronacher Stadträtinnen und Stadträten an das Landratsamt vor. Sie bitten die Rechtsaufsichtsbehörde, den Beschluss des Stadtrats für diesen Zuschuss aufzuheben. Er sei aus mehreren Gründen rechtswidrig, heißt es. Unter anderem weil der Zuschussantrag nur mündlich gestellt worden sein soll und in schriftlicher Form nicht vorgelegen habe. Außerdem seien dem Stadtrat keine Unterlagen über eine mögliche Sanierung des Schießstandes oder Vergleichsangebote für den Neubau vorgelegt worden. Zudem seien mehrere Stadtratsangehörige Mitglieder der Schützengesellschaft. Trotz möglicher Befangenheit hätten sie ihr Votum abgegeben, heißt es weiter. Die fünf Stadträtinnen und Stadträte informieren, wie sie schreiben, auch die Rechtsaufsicht bei der Regierung von Oberfranken. Bei einer negativen Entscheidung des Kronacher Landratsamtes wollen sie juristische Schritte einleiten und eine Klage beim Verwaltungsgericht anstreben.
Die Kronacher Schützen ihrerseits wehren sich gegen die Vorwürfe. Der Verein trage seit Jahren viele Kosten und viel Engagement zum Gemeinwohl bei, habe zum Beispiel eine Säureharzdeponie sanieren müssen und sei deswegen finanziell gelähmt gewesen. Außerdem habe man sehr wohl im Vorfeld informiert. Es habe drei Vorgespräche und auch eine Ortsbesichtigung gegeben, bei der auch die jetzigen Kritiker dabei gewesen seien.