Vor gut einem Jahr hat eine Zugentgleisung vor dem Selbitzer Bahnhof für Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt und einen Schaden von rund 300.000 Euro verursacht. Die Hofer Staatsanwaltschaft macht die Lokführerin für den Vorfall verantwortlich. Demnach soll sie ein Haltesignal vor dem Bahnhof missachtet haben. Dadurch ist der Zug auf eine Weiche geraten, die nicht in der richtigen Position stand. Das Überfahren dieser Weiche hat zur Entgleisung geführt, heißt es. Die Weiche war nach der Durchfahrt eines früheren Zuges nicht mehr automatisch in die Grundstellung zurückgefallen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Warum, ist trotz technischer Überprüfung unklar. Die Lokführerin hat den Bahnverkehr fahrlässig gefährdet, als sie das Signal nicht beachtet und den Zug nicht zum Stehen gebracht hat, heißt es. Am Vormittag muss sich die Frau deshalb vor dem Hofer Amtsgericht verantworten.