Nach jahrelangen Ermittlungen hat die Zentralstelle Cybercrime Bayern Anklage gegen einen mutmaßlichen Kopf der internationalen Betrugsserie „Milton Group“ erhoben. Der 50-jährige Angeklagte soll über Callcenter in mehreren Ländern tausende Anleger mit gefälschten Online-Investmentplattformen getäuscht haben. Allein im deutschsprachigen Raum sollen mehr als 1 000 Menschen geschädigt worden sein. Der nachgewiesene Schaden liegt bei rund 52 Millionen Euro, der weltweite Gesamtschaden dürfte deutlich höher sein. Der Mann wurde 2023 festgenommen, 2024 nach Deutschland ausgeliefert und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Mitte Januar beginnt der Prozess vor dem Landgericht Bamberg. Die Ermittlungen gegen weitere Beteiligte dauern an, mehrere Tatverdächtige befinden sich bereits in Haft.