Droht ein Zahnarztmangel auf dem Land? Die oberfränkischen Landräte wollen früh gegensteuern und fordern eine Landzahnarztquote für Bayern. Nach ihrem Vorschlag soll ein Teil der Studienplätze für Zahnmedizin an Bewerber vergeben werden, die sich verpflichten, später in unterversorgten Regionen zu arbeiten. Vorbild ist die bereits bestehende Landarztquote. Hintergrund ist der Generationswechsel in den Praxen: In den kommenden fünf Jahren erreicht laut Kassenzahnärztlicher Vereinigung Bayerns rund ein Viertel der Praxisinhaber das Ruhestandsalter. Gleichzeitig zieht es viele junge Zahnärzte eher in die Großstädte. Die Landräte wollen deshalb verhindern, dass Praxen im ländlichen Raum verschwinden und Wege für Patienten immer länger werden. Auch Vorsorgeangebote in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen sollen so langfristig gesichert werden.