Sollte die Promillegrenze beim Radfahren gesenkt werden? Diese Frage wird gerade wieder diskutiert. Unter anderem, weil die Zahl der Fahrradunfälle mit Verletzungen unter Alkoholeinfluss stetig zunimmt. Viele Experten und Vereine wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, kurz ADFC, schlagen Alarm. Laura Ganswindt vom ADFC Bayern:
Konkret hatten wir deutschlandweit 2023 rund 5400 Fahrradunfälle mit Verletzungen unter Alkoholeinfluss und 2024 waren es rund 7300 Fahrradunfälle mit Verletzungen unter Alkohol. Das ist schon ein Anstieg, der uns deutlich macht: hier muss etwas getan werden. Ziel ist ja die „Vision Zero“, also gar keine Getöteten oder Verletzten im Straßenverkehr zu haben.
Die Bundesregierung hat diese „Vision Zero“ in den vergangenen Jahren schrittweise in ihr Verkehrssicherheitsprogramm bis 2030 verankert. Derzeit ist Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss erst ab 1,6 Promille strafbar. Der ADFC fordert, dass schon ab 1,1 Promille ein Bußgeld fällig ist.