Rund 600 Menschen haben sich heute beim internationalen World Cleanup Day in Bamberg beteiligt. Darunter waren auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Gemeinsam haben sie Straßen, Grünflächen und Stadtparks von Müll befreit. Im vergangenen Jahr kamen dabei Müllsäcke im dreistelligen Bereich zusammen.
Für den Zweiten Bürgermeister Jonas Glüsenkamp ist der Aktionstag nicht nur eine Gelegenheit, die Stadt sauberer zu machen:
„Auf der einen Seite wird die Stadt heute noch mal blitzblank, weil 600 Menschen, die mitmachen, natürlich eine beeindruckende Zahl ist. Und auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein Bildungsprojekt. Wir wollen die Schülerinnen und Schüler in ihrer Nachbarschaft dazu ermuntern, auch Verantwortung für ihr Umfeld zu übernehmen, auch andere darauf hinzuweisen, was es mit der Natur und mit unseren Stadtparks und mit den Straßen macht, wenn der Müll rumliegt.“
Ein besonderes Problem ist für die Stadt der Verpackungsmüll, der vor allem in der Innenstadt anfällt. Glüsenkamp fordert deshalb einen anderen Umgang mit den Kosten:
„Wir haben in der Innenstadt ein großes Problem mit Verpackungsmüll. Also viele Leute, die sich Verpackung zum Essen kaufen. Und da würde ich mir wünschen, dass diejenigen dafür zahlen, die die Verpackung kaufen und nicht diejenigen, die die Müllgebühren zahlen. Das war vor Jahrzehnten anders. Und leider wird dieser Verpackungsmüll für uns nicht mehr händelbar in der Stadt.“
Mit dem World Cleanup Day soll deshalb nicht nur gemeinsam angepackt, sondern auch langfristig das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Müll gestärkt werden. Die Stadt will die Aktion auch künftig fortführen und damit für ein sauberes Bamberg sensibilisieren.