Windkraft-Vorgaben aus Berlin: Gegenwind aus dem Vogtland

25. Juni 2026 , 12:25 Uhr

Vergangene Woche hat das Aktionsbündnis Energiewende Nordbayern die Pläne der Bundesregierung kritisiert, die den Ausbau Erneuerbarer Energien ausbremsen könnten. Anderen geht es dagegen zu schnell. Besonders die Windkraft-Regeln aus Berlin stoßen im Vogtland auf Widerstand.

Bis Ende 2027 müssen Landkreise mindestens 1,3 Prozent ihrer Fläche als Standorte für Windenergieanlagen ausweisen, bis 2032 dann zwei Prozent. Vogtlands Landrat Thomas Hennig wählt drastische Worte. Er spricht von einer „absurden und ideologiegeprägten Gesetzgebung“ und „grüner Klimadiktatur“, für die es keine Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung gebe. Laut aktuellem Planungsentwurf könnten bis zu 340 Windräder im Vogtland gebaut werden, drei Viertel davon im Wald, rechnet Hennig vor. Am Nutzen zweifelt er: Die negativen Folgen der Waldzerstörung überträfen um ein Vielfaches die grundsätzlichen Vorteile der Technologie für das Klima. Hennig fordert die Bundesregierung und den Bundestag auf, die gesetzlichen Regelungen im Rahmen einer vernunftbegabten Politik unverzüglich zu entschärfen.

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