Oberfranken hat sein gesetzlich vorgeschriebenes Windkraftziel früher erreicht als gefordert. Der Planungsverband Oberfranken-West hat gestern festgelegt, welche Gebiete in Oberfranken-West Windvorranggebiete bleiben und welche herausgenommen werden.
Insgesamt wurden 68 Windkraft-Vorranggebiete ausgewiesen. Darunter ist auch das umstrittene Gebiet im Mainecker Forst. Dort soll es aber eine Reduzierung geben, heißt es, bisher sind im Mainecker Forst vier Windräder geplant. Der Antrag von Landrat Meißner aus Lichtenfels den Mainecker Forst komplett aus der Planung für Windkraft heraus zu nehmen, wurde im Planungsverband abgelehnt.
In der Bürgerbeteiligung gab es mehr als 2.500 Stellungnahmen. Zahlreiche Landräte hatten in Stellungnahmen klar gemacht, warum Gebiete aus ihrer Region als Windkraftstandorte ausfallen.
Gestrichen aus der Planung sind Windräder im Kronacher Land bei Reichenbach-Nordost, Haßlach-Nordost und Schauberg-Nord.
Allerdings geht es bisher nur um Windkraft-Vorranggebiete. Ob tatsächlich Windräder gebaut werden, entscheidet sich erst im anschließenden immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren. Erst bei einer positiven Entscheidung wird ein endgültiger Nutzungsvertrag geschlossen.
In Oberfranken-Ost sind seit letztes Jahr Juli Flächen für Windkraft festgesetzt . Darunter der Veldensteiner Forst, Hollfeld-Ost und Seidwitz im Landkreis Bayreuth, Harsdorf-Nordwest im Landkreis Kulmbach und Martinlamitz-Nordost im Landkreis Hof.