Wiesenfest wird Immaterielles Kulturerbe

09. Juli 2026 , 16:54 Uhr

Die Wiesenfest-Saison ist schon in vollem Gange. Morgen (10.07.) startet mit dem Selber Wiesenfest eines der größten. Auch in Münchberg und Gefrees ist dieses Wochenende Wiesenfest. Passend dazu hat Heimatminister Albert Füracker die lang ersehnte offizielle Auszeichnung als Immaterielles Kulturerbe vergeben. Für Heimatforscher Adrian Roßner ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieser Tradition. Die stammt ursprünglich von den Gregori-Festen. Der Namensgeber Gregor I. gilt als Schutzpatron von Kindern und Bildung. Dieser Grundgedanke hält sich bis heute bei den Wiesenfesten, sagt Roßner:

Es ist ein Kinderfest – anders als beim Volksfest, wo es eher um die Gaudi geht oder auch ein Heimatfest – ist es bei den Wiesenfesten im Kern ganz elementar, dass es immer um die Kinder geht. Die Kinder ziehen mit dem Umzug durch die Straßen, sie führen an den Wiesenfestplätzen die Tänze auf, die sie extra dafür einstudieren, teilweise wurden ja auch extra Wiesenfestlieder noch gesungen oder sogar komponiert, jeweils mit einem lokalen Bezug.

Schulen sind daher ein elementarer Bestandteil der Wiesenfeste, sagt Roßner. Die Wiesenfeste haben sich insbesondere in evangelisch geprägten Regionen wie den Landkreisen Hof und Wunsiedel etabliert – andernorts existieren immer noch Gregori-Feste in Oberfranken – zum Beispiel in Pegnitz oder Creußen.

red

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