Der Hitzesommer bringt es ans Tageslicht: Unsere Wälder sind nicht gut auf den Klimawandel vorbereitet. Nach Einschätzung des Bund Naturschutz in Bayern stünden ganze Waldregionen wie etwa der Frankenwald durch Insektenbefall vor dem Aus.
Der große Anteil von Nadelhölzern wie Fichte und Kiefer öffne Waldbränden Tür und Tor. Der Bund Naturschutz fordert die Politik in München und Berlin zu deutlich größeren Anstrengungen in Sachen Klima- und Naturschutz auf. Der Waldumbau müsse deutlich schneller vorangehen. So könne der Schutzschirm des bestehenden Nadelwaldes helfen, um Laubbäume wie Eiche, Buche und Edelhölzer wie Kirsche zu pflanzen, die deutlich hitzeresistenter seien. Dabei gab es in den vergangenen Jahren auch deutliche Erfolge. Mehr Totholz, mehr alte, dicke Bäume, mehr Laubbäume und mehr Naturwälder stünden für einen grundlegenden Wandel der Forstpolitik. Auch eine konsequentere Jagd sei wichtig, um den Verbiss durch Rehe und Hirsche zurückzudrängen.