Die Kommunalwahlen haben einiges in der Region Bamberg/Forchheim durcheinandergewirbelt und viele der Wahlsieger haben kaum Zeit, sich auszuruhen. Zum Beispiel die neu gewählte Forchheimer CSU-Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz.
Die Frage ist nämlich: wie stellt sich künftig die Lage im Stadtrat dar?
Klar ist natürlich, mit knapp 55 Prozent hat Hebendanz klar gewonnen und löst den bisherigen Amtsinhaber Uwe Kirschstein ab. Politisch beginnt jetzt aber erst die eigentliche Arbeit: Sie muss Mehrheiten organisieren. Die CSU ist zwar stärkste Kraft, aber für stabile Verhältnisse braucht es die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen – also etwa mit Jungen Bürgern, FDP oder Teilen der Freien Wähler. Gleichzeitig müssen Ausschüsse besetzt und die Verwaltung neu aufgestellt werden, damit der Stadtrat schnell arbeitsfähig ist.
Außerdem geht es darum, wie viele Stellvertreter es geben wird – und vor allem, wer diese Posten bekommt. Namen gibt es einige: Der bisherige Zweite Bürgermeister Udo Schönfelder von der CSU oder auch erfahrene Kräfte wie Manfred Hümmer. Der bisherige Amtsinhaber fällt jedenfalls weg. Denn: „Ich werde das Stadtratsmandat nicht annehmen“, sagt Uwe Kirschstein am Dienstagnachmittag nach der verlorenen Stichwahl im Gespräch mit den „Nordbayerischen Nachrichten“. Er möchte sich stattdessen im Kreisrat für Forchheim einsetzen.
Entscheiden wird der neue Stadtrat über die Stellvertreter Fragen erst Mitte Mai.
Schauen wir in den Landkreis Forchheim:
Durch den Wechsel von Hanngörg Zimmermann ins Landratsamt braucht Gößweinstein einen neuen Bürgermeister. Eine automatische Nachfolge gibt es nicht, deshalb muss innerhalb von drei Monaten neu gewählt werden. Bis dahin führt der Zweite Bürgermeister die Geschäfte. Die Parteien stehen jetzt wieder ganz am Anfang: Kandidaten müssen neu gefunden werden, Gespräche laufen bereits. Klar ist nur: Die Entscheidung fällt voraussichtlich gemeinsam mit einer weiteren Neuwahl im Landkreis – Hiltpoltstein nämlich – vermutlich am selben Termin.