Am Samstag fand in Obertrubach das traditionelle „Bergfeuer“ statt – der eindrucksvolle Höhepunkt der Ewigen Anbetung in der Fränkische Schweiz. Tausende Kerzen, Wachslichter und Holzfeuer erleuchteten nach Einbruch der Dunkelheit die Hänge rund um den Ort und schufen eine stille, nahezu mystische Atmosphäre.
Dem Lichterfest gingen zwei Tage mit Betstunden und Gebeten voraus. Den Abschluss bildete eine feierliche Prozession, bei der die katholische Gemeinde mit dem Allerheiligsten durch den Ort zog – begleitet von Gesängen und Musik. Um die Wirkung des Lichtermeers zu verstärken, blieb die Straßenbeleuchtung weitgehend ausgeschaltet.
Die Ewige Anbetung ist ein alter kirchlicher Brauch zur Verehrung der Eucharistie, der im 18. Jahrhundert im damaligen Bistum Bamberg durch Fürstbischof Friedrich von Seinsheim eingeführt wurde. Bis heute wird diese Tradition in zahlreichen Gemeinden der Region gepflegt; besonders bekannt sind die Feiern in Obertrubach und Pottenstein.
Das Bergfeuer zieht jedes Jahr viele Besucher an. Im Mittelpunkt stehen jedoch Glauben, Stille und Andacht. Die Veranstalter bitten Gäste, den religiösen Charakter zu respektieren, Lärm zu vermeiden und auf Feuerwerk strikt zu verzichten. Aufgrund des großen Andrangs wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.