Bayerns Krankenhäuser bekommen nach und nach Bescheid, welche medizinischen Leistungen sie künftig anbieten dürfen. Nach einer Mitteilung von Gesundheitsministerin Judith Gerlach sind bereits knapp 2.000 positive Zuweisungen verschickt wurden. Grundlage dafür sind Prüfungen des Medizinischen Dienstes. Insgesamt wurden bisher rund 3.400 Anträge für etwa 260 Klinikstandorte geprüft.
Dabei gilt das Klinikum Kulmbach für die Gesundheitsministerin als Paradebeispiel für zukunftsfähige Krankenhausstrukturen. Das hat sie bei der Einweihung des zweiten Bauabschnitts seinerzeit deutlich gemacht.
Kulmbach deckt als Schwerpunktkrankenhaus die von Gerlach besonders geschützte regionale Notfallversorgung, Kardiologie und Intensivmedizin ab.
Das Klinikum steht laut Gerlach deshalb so gut da, weil es bereits zahlreiche Spezialisierungen und moderne Methoden (wie die roboterassistierte Chirurgie) vorhält, die man sonst oft nur in Ballungsräumen findet. Diese Voraussetzungen erhöhen die Chancen für eine Zuweisung auch komplexerer Leistungsgruppen erheblich, heißt es.
Der Zuweisungsprozess soll bis Ende des Jahres weiterlaufen, Kliniken können bei Bedarf nachbessern.
Anfang 2026 profitierte das Klinikum Kulmbach von der Umverteilung nicht abgerufener Fördermittel aus dem Jahreskrankenhausbauprogramm. Dadurch flossen kurzfristig 1,5 Millionen Euro mehr als ursprünglich erwartet nach Kulmbach, um laufende Baumaßnahmen und Modernisierungen abzufedern.