Wer Kinder in der Kita hat, könnte ab dem kommenden Jahr deutlich mehr im Monat zahlen. Der Elternzuschuss von 100 Euro fällt dann weg und fließt direkt in die Einrichtungen. Martin Schmidt Selbitz ist selbst betroffener Vater und setzt sich mit anderen Eltern für einen Kurswechsel im neuen bayerischen Kita-Gesetz ein:
Der Wunsch an die Träger ist: Prüft, wenn die Zahlen wirklich auf dem Tisch liegen, was noch nicht der Fall ist, ob das wirklich so notwendig ist, diese 100 Euro durchzureichen, eins zu eins. An die Gemeinden: Prüft die Möglichkeiten, ob da nicht für die Eltern irgendwo noch ein Spielraum ist. Und letztlich an die Landespolitik: Schaut euch nochmal das Gesetz an.
Die Reform würde vor allem berufstätige Eltern hart treffen, sagt Martin Schmidt:
Da muss man dann überlegen, wenn der Lebensentwurf so ist, dass einer Vollzeit arbeitet, einer Teilzeit, ob man die Kinder noch in der Kita belässt oder ob man es dann zuhause betreut. Es ist so, dass die Kita unheimlich wertvoll ist für die Kinder, weil da natürlich auch gute Arbeit geleistet wird. Und das bedeutet irgendwo auch dann einen sozialen Ausschluss bzw. auch, dass eben weniger gelernt wird, dass weniger Teilhabe an der Gesellschaft irgendwo die Kinder mitbekommen.
Im Hofer Land steigen die Kitagebühren dadurch je nach Träger sehr unterschiedlich: Manche geben den Wegfall des Zuschusses direkt an die Familien weiter, manche nur zum Teil und manche gar nicht.