Die Bürgerinitiative gegen einen Windpark im Mainecker Forst hat sich direkt an die Bayerischen Staatsforsten gewandt. In einem offenen Brief bittet Sie darum auf ein vorzeitiges Auswahlverfahren zu verzichten. Laut einem Bericht der Bayerischen Rundschau wollen die Staatsforsten das Auswahlverfahren für das Projekt bereits Mitte Januar bekanntgeben. Und damit vor der Entscheidung des Planungsverbands Oberfranken-West bezüglich des Windparks.
Die Bürgerinitiative hat Bedenken, dass dadurch öffentliche Mittel verschwendet werden könnten. Denn die Staatsforsten würden bereits planen, obwohl das Projekt noch rechtlich geprüft wird. Das erwecke den Eindruck, dass die Zustimmung des Planungsverbands nur Formsache ist. Und das die Bürgerbeteiligung und die Entscheidungen der Kommunen nur Makulatur seien. Sie sprechen von einer „Verhöhnung“ der rund 3.000 Bürger, die Einwände gegen das Vorranggebiet im Mainecker Forst eingebracht haben.
Die Bürgerinitiative ist gegen einen Windpark im Mainecker Forst, weil das Gebiet ein Bodenschutzwald ist. Die Bäume schützen vor Rutschungen und Überschwemmungen in dem abschüssigen Wald. Zudem leben im Mainecker Forst gefährdete Tiere wie der Rotmilan, der Schwarzstorch und der Feuersalamander.
Bei dem Windvorranggebiet Maineck-Süd handelt es sich um eine Fläche von 213 Hektar auf der bis zu 20 Windräder entstehen könnten. Die Kommunen Altenkunstadt, Weismain und Mainleus haben sich bereits gegen das Projekt ausgesprochen. Die nächste Sitzung des Planungsverbands Oberfranken-West wird laut Informationen der Bürgerinitiative erst nach den Kommunalwahlen am 8. März stattfinden.