Das Grundwasser in Bayern steht zunehmend unter Stress. Davor warnt das Landesamt für Umwelt bei einer Fachtagung der Fernwasserversorgung Oberfranken. Wie die Wasserversorgung langfristig sicherer werden kann, darum geht es heute bei einer Fachtagung auf der Festung Rosenberg in Kronach.
Häufigere Hitze- und Trockenperioden sowie Starkregen verschärfen die Lage. Denn bei extremen Niederschlägen versickert weniger Wasser im Boden. 94 Prozent des bayerischen Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser.
Experten fordern deshalb, Regenwasser besser versickern zu lassen und Böden zu schützen. Auch Trinkwasserschutzgebiete und weniger Schadstoffe im Wasser seien wichtig. Die Fernwasserversorgung Oberfranken sieht sich als Rückversicherung für kleinere Versorger.
Kommunen müssten schon jetzt die Weichen für eine langfristig sichere Versorgung stellen. Neue Wasserleitungen und Aufbereitungsanlagen seien Entscheidungen für Jahrzehnte.
Denn Wasser gehe alle an und müsse besser geschützt werden.