Die oberfränkische Industrie- und Handelskammer warnt vor Billig-Importen aus China. Durch sie fühle sich der regionale Handel benachteiligt. Die IHK fordert deshalb strengere Regeln und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter.
Immer mehr Kleinsendungen aus China landen in Bayern – vor allem durch Online-Bestellungen bei Plattformen wie Temu, Shein oder AliExpress. Nach Angaben der IHK hat sich der Importwert solcher Pakete seit 2023 mehr als versechsfacht – zuletzt auf rund 400 Millionen Euro im Jahr 2025. Über 80 Prozent dieser Kleinsendungen kommen inzwischen aus China. Kritisch sieht die Kammer, dass bei vielen Paketen der Warenwert zu niedrig angegeben wird, um Zoll zu sparen. EU-Schätzungen gehen davon aus, dass das bei zwei Dritteln der Sendungen passiert. Auch Fälschungen und Produkte, die nicht den EU-Sicherheitsstandards entsprechen, seien ein Problem.