Warnwesten, Trillerpfeifen und viel Lärm vor dem Piasten-Werk in Forchheim: Rund 100 Beschäftigte haben dort am frühen Nachmittag für mehr Geld gestreikt. Aufgerufen hatte die Gewerkschaft NGG in Oberfranken. Geschäftsführer Marcel Adelhardt sagte gegenüber Radio Bamberg:
„Wir fordern in der aktuellen Tarifrunde Süßwaren in Bayern 5,8 Prozent mehr Entgelt auf zwölf Monate. Für die Auszubildenden 80 Euro pro Monat mehr Ausbildungsentschädigung und für die Auszubildenden auch nochmal die Übernahme der Fahrtkosten in die Berufsschule und zur überbetrieblichen Ausbildung.“
Das Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Tarifrunde liege laut Gewerkschaft deutlich unter der erwarteten Inflation und würde Reallohnverluste für die Beschäftigten bedeuten.
„Die Kolleginnen und Kollegen brauchen eine Entgelterhöhung, die die Inflation zumindest ausgleicht, im besten Falle noch ein bisschen drüber hinaus. Die Leute müssen sich was kaufen können, weil wenn sie sich nichts mehr kaufen können, stagniert die Wirtschaft weiter. Wir brauchen Geld, um investieren zu können, um Sachen – um Süßigkeiten – kaufen zu können. Und nur dann werden wir die Wirtschaft – und auch die Wirtschaft in der Süßwarenbranche – weiter am Leben halten und ankurbeln können
Ob es weitere Warnstreiks geben wird, ist noch unklar. Die NGG schließt diese aber nicht aus.