Eine neue Studie der Universität Bayreuth grenzt das mögliche Zeitfenster für die Entstehung des Lebens auf der Erde ein. Unter Leitung von Prof. Stephen Mojzsis hat ein internationales Forschungsteam die Bedingungen der frühen Erde untersucht.
Im Mittelpunkt steht die RNA, die als möglicher Vorläufer der heutigen DNA gilt.Computermodelle zeigen: Bis vor rund 4,4 Milliarden Jahren wurde die Erde noch regelmäßig durch Asteroiden- und Meteoriteneinschläge stark erhitzt. Dadurch waren komplexe organische Moleküle vermutlich nur schwer dauerhaft stabil.
Vor etwa 4,33 Milliarden Jahren könnte dann ein besonders günstiges Zeitfenster für die Entstehung von RNA entstanden sein. Möglicherweise spielten dabei auch heiße hydrothermale Systeme mit energiereichen chemischen Prozessen eine Rolle.
Die Studie zeigt allerdings nicht, wann das Leben tatsächlich entstanden ist, sondern nur, wann die Voraussetzungen dafür besonders günstig waren.