Jüdischen und politisch verfolgten Künstlerinnen und Künstlern der Wagner-Festspiele eine Stimme geben. Das macht das Projekt „Verstummte Stimmen“. Ab jetzt gibt es dafür auch eine digitale Plattform. Zu finden sind dort fast 300 Biografien von Menschen, die an deutschen Opernhäusern gearbeitet haben, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, vertrieben oder ermordet wurden. Aktuelle Mitglieder großer deutscher Bühnen haben den Betroffenen ihre Stimme geliehen und die Lebensgeschichten eingesprochen.
Auch am Festspielwochenende spielt das Thema eine wichtige Rolle: Nach dem offiziellen Festakt zur Eröffnung der 150. Bayreuther Festspiele am Samstag findet am Sonntag, 26. Juli, zunächst um 9.30 Uhr ein öffentlicher Gedenkakt bei der Dauerausstellung im Festspielpark statt. Dabei sind unter anderem Michel Friedman, Katharina Wagner und Oberbürgermeister Andreas Zippel. Um 10.30 Uhr folgt im Festspielhaus eine kostenlose Gedenkveranstaltung.
tb