Der Hofer Stadtrat hat sich am Abend mit einem kontrovers diskutierten Thema beschäftigt: Eine mögliche Videoüberwachung an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt, vor allem am Sonnenplatz. Hintergrund waren zwei Anträge von CSU und SPD. Die Stadt hat so eine Maßnahme bislang nicht für gerechtfertigt gehalten. Es gab demnach keine überdurchschnittlich hohen Straftaten am Sonnenplatz. Außerdem greife eine Videoüberwachung stark in das Persönlichkeitsrecht ein. Mittlerweile gibt es aber neue Erkenntnisse, so Oberbürgermeisterin Eva Döhla:
Im November ist die Polizei mit neuen Hinweisen, die im Zusammenhang mit dem Sonnenplatz stehen, an mich herangetreten und hat eine neue Einschätzung, dass wir inzwischen eine Grundlage hätten, um für diesen Bereich eine Videoüberwachung einzurichten. Das war ja in der Vergangenheit noch nicht möglich.“
Zunächst muss die Polizei eine neue Bewertung vorlegen. Dann kann sie oder die Stadt Videokameras am Sonnenplatz installieren. Die Stadt Hof hat dafür 40.000 Euro in den Haushalt eingestellt, um hochwertige Kameras anschaffen zu können, die auch Gesichter verpixeln können. Neben der Videoüberwachung will die Stadt weiter auf Prävention und Sozialarbeit setzen oder durch die Gestaltung der Plätze vorbeugen.