In Oberfranken haben im ersten Halbjahr deutlich mehr Unternehmen Insolvenz beantragt als im Vorjahreszeitraum. Das zeigen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik. Demnach waren bis Ende Juni 112 Unternehmen betroffen – 13 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Im Vergleich zu 2024 ist die Zahl sogar um mehr als die Hälfte gestiegen.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth sieht als Gründe vor allem die schwache Konjunktur und einen Nachholeffekt aus der Corona-Zeit. Damals war die Insolvenzantragspflicht teilweise ausgesetzt. Trotz des aktuellen Anstiegs seien die Zahlen von den Höchstständen Anfang der 2000er Jahre noch weit entfernt. 2025 gab es in Oberfranken insgesamt 220 Unternehmensinsolvenzen. Besonders häufig betroffen waren das Baugewerbe, das Gastgewerbe und das verarbeitende Gewerbe.