Die Stimmung in der oberfränkischen Metall- und Elektroindustrie bleibt schlecht. Laut einer aktuellen Umfrage der Arbeitgeberverbände bayme vbm liegen sowohl die Geschäftslage als auch die Erwartungen weiter im negativen Bereich. Besonders deutlich zeigt sich die Krise bei Investitionen und Arbeitsplätzen. Gut 65 Prozent der befragten Unternehmen wollen Beschäftigung abbauen. Die Hälfte der Betriebe befindet sich nach Angaben des Verbands in einer kritischen Ertragslage. Investitionen im Inland gehen stark zurück, während Unternehmen ihre Ausgaben im Ausland erhöhen wollen. Als Gründe nennt der Verband vor allem hohe Arbeitskosten, Bürokratie und Nachteile des Standorts Deutschland. Zusätzliche Belastungen seien US-Importzölle, steigende Energiepreise und höhere Transportkosten. Verbandsvertreter Thomas Kaeser fordert weitere Reformen und Entlastungen durch die Bundesregierung. Auch die Tarifpartner müssten in der kommenden Metall-Tarifrunde die Wettbewerbsfähigkeit der Branche im Blick behalten.