Die Zentralstelle Cybercrime Bayern mit Sitz in Bamberg hat Anklage gegen einen 20-Jährigen aus Dortmund erhoben. Der Mann soll als sogenannter „Läufer“ Teil einer Bande gewesen sein, die sich über Betrug Zugriff auf Bank- und Zahlungskarten verschafft haben soll. Anschließend soll er mit den Karten an Tankstellen und in Einkaufsmärkten mehr als 500 Mal Geld abgehoben haben – teilweise über 70 Mal innerhalb weniger Stunden. Betroffen sind 13 Bankkunden, der Schaden soll bei mehr als 137.000 Euro liegen. Der 20-Jährige soll dafür fünf Prozent Provision bekommen haben. Er sitzt seit April in Untersuchungshaft. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet jetzt das Jugendschöffengericht in Nürnberg.