Ohne Bebauungsplan auch keine Genehmigung für den Bau: Für den Bund Naturschutz ist es ein erster Erfolg im Widerstand gegen die geplanten Hängebrücken übers Höllen- und Lohbachtal im Frankenwald. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat zugunsten eines Eilantrags vom Mai entschieden. Mit dem wollten die Naturschützer verhindern, dass der Bau vorschnell beginnt. Denn: Ein Verfahren und damit eine Entscheidung zu einer Normenkontrollklage aus dem vergangenen Jahr steht noch aus am Verwaltungsgerichtshof. Aktuell ist der Bebauungsplan zu den Frankenwaldbrücken also außer Vollzug gesetzt.
Die Hofer Kreisgruppe des Bund Naturschutz will am Nachmittag genauer über die Konsequenzen für die weiteren Planungen aufklären. Der Landkreis Hof treibt das Tourismusprojekt unterdessen voran. Gegner bemängeln neben dem Eingriff in die Natur unter anderem die enorm gestiegenen Kosten, die mittlerweile auf 42 Millionen Euro angewachsen sind. Noch vor dem Bau sind die Frankenwaldbrücken damit im vergangenen Jahr im Schwarzbuch des Steuerzahlerbunds gelandet.