Im Fall der in Wunsiedel wohl gewaltsam ums Leben gekommenen Zehnjährigen, gibt es jetzt neue Erkenntnisse. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, weisen erste Spurenergebnisse vom Tatort daraufhin, dass ein elfjähriger Junge aus der Jugendhilfeeinrichtung an der Tat beteiligt war. Da er noch nicht strafmündig sei, wurde er in einer gesicherten Einrichtung untergebracht, heißt es weiter. Die Befragung des Jungen sowie die weitere Auswertung der Spuren werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Alle Maßnahmen würden dabei in enger Abstimmung mit den zuständigen Jugendbehörden erfolgen, heißt es in der Mitteilung.
Am Dienstagvormittag wurde das zehnjährige Mädchen in einem Zimmer des Kinder- und Jugendhilfezentrum in Wunsiedel tot aufgefunden. Mehrere Medien berichteten über drei Jungen im Alter von 11 und 16 Jahren die im Fokus der Ermittlungen stehen sollen. Auch über einen möglichen Sexualdelikt wurde berichtet. Bis auf die mögliche Tatbeteiligung eines elfjährigen Jungen, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft keine dieser Mutmaßungen bestätigen. Eine 40-köpfige Sonderkommission ermittelt in dem Fall.
Hier die offizielle Pressemeldung der Polizei:
WUNSIEDEL. Im Rahmen der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof und der Kriminalpolizei Hof zum Tod eines zehnjährigen Mädchens aus dem Kinder- und Jugendhilfezentrum in Wunsiedel liegen der Sonderkommission „Park“ nun weitere Ergebnisse der Spurenanalyse des Bayerischen Landeskriminalamtes vor.
Die tote Zehnjährige wurde am Dienstagvormittag in einem Zimmer der Facheinrichtung der Jugendhilfe in Wunsiedel aufgefunden. Im Zuge der Ermittlungen hatten die Einsatzkräfte der eigens eingerichteten, über 40-köpfigen Sonderkommission sofort Spuren am Tatort gesichert und umgehend an das Bayerische Landeskriminalamt zur Auswertung übergeben. Die dortigen Spezialisten arbeiteten mit Hochdruck an der Spurenauswertung und konnten der SOKO aktuell erste Spurenergebnisse liefern. Diese deuten auf die Tatbeteiligung eines elfjährigen Jungen aus der Einrichtung in Wunsiedel hin. Da der elfjährige Junge nicht strafmündig ist, wurde er in einer gesicherten Einrichtung präventiv untergebracht.
Die weitere Auswertung der kriminaltechnischen Spuren, als auch die noch ausstehende Anhörung des elfjährigen Kindes werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den zuständigen Jugendbehörden.
Wir bitten um Verständnis, dass die Ermittler diese Zeit für eine lückenlose Aufklärung des Falles benötigen, weshalb wir auch im Hinblick auf das Alter der Beteiligten derzeit über diese Presseerklärung hinaus keine weiteren Auskünfte geben werden. Sofern sich neue Informationen für die Öffentlichkeit ergeben sollten, werden wir informieren.