Die Fernwasserversorgung Oberfranken warnt vor wachsenden Belastungen für die Trinkwasserversorgung. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt steht das Grundwasser in ganz Bayern unter Stress – durch häufigere Trocken- und Hitzeperioden, aber auch durch Starkregen, bei dem weniger Wasser versickert.
Trotz historischer Spitzenwerte betont die FWO, dass ihr eigenes, rund 500 Kilometer langes Leitungsnetz und das angeschlossene Wasserwerk technisch so ausgelegt sind, dass sie Spitzenverbräuche wie letzten Sommer zuverlässig bewältigen können. Eine direkte Warnung vor akuter Wasserknappheit im eigenen Versorgungsgebiet spricht die FWO also nicht aus, sie warnt jedoch vor einer zunehmenden Belastung der regionalen Wasserinfrastruktur durch Extremwetterlagen.
Auch im Kulmbacher Raum greifen viele Gemeinden auf Wasser der FWO zurück, ein großer Teil davon stammt aus der Talsperre Mauthaus im Frankenwald.
Bei einer Fachtagung am Montag (19.10.) auf der Festung Rosenberg in Kronach soll es darum gehen, wie die Wasserversorgung langfristig sicherer und widerstandsfähiger werden kann.