Die Diskussion um den geplanten Ausbau der Reitanlage „Sommerschrot“ in Wernstein geht weiter. Heute hat das Landratsamt Kulmbach ausführlich zu dem im April verhängten Baustopp für einen umstrittenen und so wörtlich „überdimensionierten“ Wegeausbau Stellung genommen. Dieser sei, so Juristin Kathrin Limmer, ohne Genehmigung der zuständigen Behörden erfolgt – trotz immenser Eingriffe in die Natur und Verkehrssicherheit.
Es haben Eingriffe in Natur und Landschaft stattgefunden, es wurden Bäume und Gehölze gefällt, es haben massive Erdbewegungen mit Ausgrabungen und Aufschüttungen stattgefunden und es wurde auch der Prötschenbach, der dort durchläuft, verrohrt. Das sind alles Eingriffe, die gewissen Regeln zu folgen haben und Maßnahmen nach sich ziehen.
Konkret führt das Landratsamt an, dass sowohl Naturschutz und Wasserrecht, als auch verkehrsrechtliche Vorgaben missachtet wurden. Vor allem die Zufahrt zur Kreisstraße sei aufgrund der unübersichtlichen Lage äußerst problematisch.
Der geplante Ausbau sorgt bereits seit mehreren Monaten für Diskussionen. Der Investor, Harald Fleischmann, Geschäftsführer von „Fleischmann Holzbau“, plant in Wernstein u.a. zusätzliche Reitplätze, die Errichtung einer Longierhalle und zusätzliche Pferdeställe.