Ein besonderer Moment für Bamberg: Nach mehr als 13 Jahren Generalsanierung wird die ehemalige Klosterkirche St. Michael an diesem Wochenende wiedereröffnet. Die Kirche war seit 2012 wegen gravierender baulicher Mängel und Einsturzgefahr geschlossen. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 43 Millionen Euro.
Den feierlichen Auftakt bildet am Samstag ein Gottesdienst für geladene Gäste mit Erzbischof Herwig Gössl. Am Nachmittag folgt um 14 Uhr der offizielle Festakt. Auch wenn der Zugang zum Gelände wegen begrenzter Kapazitäten eingeschränkt ist, können beide Veranstaltungen per Livestream verfolgt werden.
Stiftungsreferent Bertram Felix zeigt sich begeistert vom Ergebnis:
„Es ist aus einem Diamanten ein Brillant geworden. Man kann jetzt einen Blick in eine über 300-jährige Barockgeschichte werfen, die man vorher in dieser Form so nicht gesehen hat.“
Am Sonntag folgt dann der große Moment für die Öffentlichkeit: Um 10 Uhr findet der erste öffentliche Gottesdienst für alle Bürgerinnen und Bürger statt. Im Anschluss wird im Innenhof bei einem Frühschoppen gemeinsam gefeiert. Für Interessierte bleibt die Kirche bis 17 Uhr zur freien Besichtigung geöffnet – eine der seltenen Gelegenheiten, das vollständig sanierte Bauwerk zu erleben.
Auch rund um die Wiedereröffnung wird es festlich: Bereits am Samstag beginnen die Glocken wieder zu läuten – mit Vorläuten am Vormittag und einem besonderen Reihenläuten zur feierlichen Eröffnung.
Ab dem 1. Mai wird St. Michael dann wieder regelmäßig geöffnet sein – freitags bis sonntags sowie an Feiertagen. Darüber hinaus ist für den 9. und 10. Mai ein großes Bürgerfest am Michaelsberg geplant, mit Führungen, Einblicken hinter die Kulissen der Sanierung sowie einem umfangreichen Kultur- und Rahmenprogramm für die ganze Familie.