Spritpreise auf Rekordhoch – Politik fordert schnelle Entlastung an den Zapfsäulen

09. April 2026 , 12:35 Uhr

In den vergangenen Wochen sind die Preise an den Tankstellen infolge des Nahostkonflikts deutlich gestiegen – sehr zum Frust vieler Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region. Nach der zwischenzeitlichen Waffenruhe am Mittwoch gab es jedoch eine spürbare Entspannung an den Rohölmärkten: Die Preise sind laut dem SPD-Bundestagsabgeordneten für Bamberg und Forchheim, Andreas Schwarz, um rund 16 Prozent gesunken. Aus seiner Sicht müssten diese Entlastungen nun schnell auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen.

Schwarz kritisiert in diesem Zusammenhang die Mineralölkonzerne deutlich: Wenn diese Verantwortung, Charakter und Respekt gegenüber den Menschen im Land zeigen würden, müssten sie die gesunkenen Einkaufspreise umgehend an die Kundinnen und Kunden weitergeben. Er erinnert daran, dass die Preissteigerungen zu Beginn des Konflikts innerhalb kürzester Zeit an den Zapfsäulen spürbar waren – nun erwarte man dieselbe Geschwindigkeit auch in die andere Richtung.

Mit Blick auf die internationale Lage äußert sich auch die Bamberger Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Badum kritisch zur Rolle der USA. Sie bezeichnet das Vorgehen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegenüber dem Iran als planlos und ziellos. Solche Aktionen seien keine Grundlage für eine stabile und verlässliche Waffenruhe. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Tagen entwickelt. Die politische Sprunghaftigkeit Trumps mache eine verlässliche Einschätzung zusätzlich schwierig.

Sowohl Schwarz als auch Badum sehen zudem Handlungsbedarf auf Bundesebene. Da bisherige Maßnahmen der Bundesregierung offenbar nicht die gewünschte Wirkung zeigen, müsse über weitere Schritte nachgedacht werden. Im Gespräch sind unter anderem eine Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne sowie ein möglicher Preisdeckel für Kraftstoffe. Schwarz zeigt sich zuversichtlich, dass die Bundesregierung zeitnah reagieren wird.

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