Mehr als drei Millionen Kinder in Deutschland leben mit einem Elternteil auf das suchtkrank ist. Die aktuelle Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien will genau auf die aufmerksam machen. Ein Thema, das auch bei der DGD Fachklinik Haus Immanuel in Hutschdorf wichtig ist. Denn die Klinik behandelt alkohol- und medikamentenabhängige Frauen, die auch die Möglichkeit haben ihr Kind mit zur Therapie zu nehmen. Kinder im Alter von bis zu 12 Jahren werden hier individuell betreut. Die Erzieherinnen und Erzieher versuchen spielerisch mit den Kindern über ihre Gefühle und das Thema Sucht zu sprechen. Das geht beispielsweise mit dem Spiel „Flieg, Dino“. Auf Karten werden alltagsnahe Situationen mit unterschiedlichen Gefühlen abgebildet.
Und was hat der eine da in der Hand? / Eine Zigarette. / Und warum denkt ihr wieso streiten die? / Weil der raucht. Und das ist nicht gut für den Kleinen. Und darum streiten die.
Genau so hört es sich an, wenn die Erzieherinnen und Erzieher versuchen mit den Kindern über das Thema Sucht zu sprechen. So sollen sie unterstützt werden, dass sie selbst nie süchtig werden. Denn wie die Fachklinik mitteilt, sind sich wissenschaftliche Studien einig: Das größte Risiko für eine eigene Alkoholabhängigkeit ist eine suchtmittelabhängige Familie.
Das Team der Fachklinik Haus Immanuel in Hutschdorf betreut jedes Jahr etwa 250 suchtkranke Frauen und zirka 50 Kinder.