Die bayerische Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg hat im letzten Jahr weniger Fälle von Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie registriert. Allzu große Freude herrscht dort über diese Entwicklung aber nicht. Es wäre weltfremd, zu sagen, dass die tatsächlichen Fälle zurückgegangen sind, sagt der stellvertretende Leiter der Spezialstaatsanwaltschaft Goger. Die deutschen Ermittler arbeiten mit einer US-amerikanischen Organisation zusammen. Sie meldet mögliche Missbrauchs-Darstellungen. Viele schwere Fälle seien nur durch die Arbeit der US-Amerikaner ans Licht gekommen. Aber: Es könnte laut Goger sein, dass mehr und mehr Dienste ihre Angebote Ende-zu-Ende verschlüsseln. Dadurch könnte kinderpornografisches Material weniger auffallen. Deshalb verfolgt die Zentralstelle Cybercrime sehr genau, was auf europäischer Ebene passiert.
Erst letztes Jahr konnten die Ermittler aus Bamberg die Plattform kidflix mit über 1600 Tatverdächtigen abschalten lassen. Und vor wenigen Wochen ist eine weitere Plattform im Darknet aufgefallen.
red