Spechte und Pilze arbeiten offenbar enger zusammen, als man auf den ersten Blick denkt. Der Naturschutzverband LBV startet deshalb gemeinsam mit der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft und der Universität Bayreuth ein neues Mitmachprojekt.
Dabei soll untersucht werden, welche Rolle holzzersetzende Pilze beim Bau von Spechthöhlen spielen. Denn Pilze können das Holz von Bäumen weicher machen – und damit den Spechten das Höhlenbauen erleichtern.
Jetzt sind auch Spaziergänger gefragt: Wer eine Spechthöhle entdeckt, soll schauen, ob am selben Baum auch Pilze wachsen. Die Beobachtungen können online beim LBV gemeldet werden. Die Daten sollen helfen herauszufinden, welche Pilz- und Baumarten besonders häufig an solchen Höhlenbäumen vorkommen.
Spechthöhlen sind übrigens wichtige Lebensräume – nicht nur für Spechte, sondern später auch für Tiere wie Fledermäuse, Siebenschläfer oder Totholzkäfer