Einfach hinlegen und sich entspannen. Die Lieblingsmusik einschalten und die Schwingungen all der Töne im ganzen Körper spüren. Die Musik-Resonanz-Liege ist kein Massagestuhl, sondern ein therapeutisches Gerät, um mit allen Sinnen die Regenerationskräfte des autonomen Nervensystems zu stärken – ganz ohne Medikamente. „Sie hilft bei Menschen mit Demenz, Parkinson, psychischen Erkrankungen oder Angststörungen“, so Silke Trautner von der Caritas-Tagespflege in Ebermannstadt. Das Problem ist nur, dass die Anschaffung von keiner Pflegekasse übernommen wird. Dabei möchte Caritas-Geschäftsführer Peter Ehmann nun auch den anderen vier Standorte mit Tagespflege eine solche Klangwoge zur Verfügung stellen. Die Musik-Resonanz-Liege ist nur eines der vielen sozialen Projekte, die von der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Forchheim unterstützt werden.
Wobei ein Großteil der Erlöse von mehr als 200.000 Euro in diesem Jahr bereits durch den Zweck ihrer Stiftung festgelegt sind, wie Vorstandsvorsitzender Harald Reinsch erläutert. Es bleiben aber noch fast 11.000 Euro, die durch einen Stiftungsbeirat frei vergeben werden können. Damit werden nun fünf Initiativen gefördert. Dazu gehört dazu der Mittagstisch in der Christuskirche Forchheim. Dort können Menschen seit mehr als zwanzig Jahren zweimal wöchentlich etwas zu essen bekommen – für einen symbolischen Betrag. Ein Drei-Gänge-Menü, das angesichts immer größerer sozialer Not nicht mehr nur arme Rentner anlockt. Kathrin Reif vom benachbarten Bürgerzentrum Mehrgenerationenhaus beobachtet immer mehr junge Menschen, die am Monatsende kein Geld mehr für Lebensmittel haben. „Es gibt rund 50 Gäste, die von einem Team aus einer hauptamtlichen Köchin und fünf ehrenamtlichen Helferinnen bekocht werden“.
Außerdem bekommt die Offene Behindertenarbeit Forchheim eine finanzielle Zuwendung für Kurse, in denen es um Selbstbehauptung und Selbstverteidigung geht. Die Zielgruppe sind längst nicht mehr nur Frauen und Kinder. „Bei Menschen mit Beeinträchtigung sind immer wieder auch Männer von körperlicher Gewalt oder sexuellen Übergriffen betroffen“, so OBA-Chefin Simone Fahmy. Für die Lehrgänge in Sachen Prävention und Selbstschutz braucht es Fachleute, deren Honorar damit bezahlt werden kann. Auch das umfangreiche Sportangebot mit einer Bewegungs-, einer Fitness- und Yoga-, einer Bowling- und einer Handballgruppe erfährt durch die Mittel der Sparkasse Forchheim Unterstützung. Nicht zu vergessen der Schwimmkurs für Menschen mit Handicap, der regelmäßig ausgebucht ist.
„Wir können damit etwas Gutes tun, was angesichts fehlender Mittel sonst nicht möglich wäre“, so Stephanie Kaufmann von der Arbeiterwohlfahrt Forchheim. Gleich zwei Projekte dürfen sich über einen kleinen Geldsegen freuen. Zum einen eine „Familienauszeit“ für zuletzt dreizehn Familien im Indianerlager „Stone Hill“ in Gräfenberg. Ein Wochenende bei Walter und Petra Meyer alias „Big Elk“ und seiner „Sonnenfrau“. Sich gemeinsam erholen, etwas erleben und das alles mitten in der Natur. Vor allem alleinerziehende Eltern nutzen das Angebot, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Auch weil das AWO-Projekt etwas für den ganz kleinen Geldbeutel ist. „Viele können sich schlicht keinen Urlaub leisten“. Zum anderen wird mit dem Zuschuss aus der Sparkassen-Stiftergemeinschaft die Schulung all derer geschultert, die sich nachmittags um Kinder und Jugendliche kümmern. An den elf Standorten offener Ganztages-Schulen, die von der AWO Forchheim geleitet werden. „Es geht darum häusliche Gewalt, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch an Kindern leichter zu erkennen“. Damit man zum Wohl der Schwächsten entsprechend handeln kann.