Kein Kind sollte in einem Heim aufwachsen müssen. Doch es gibt diese traurigen Fälle, da ist ein Zusammenleben im Elternhaus einfach nicht möglich und das Jugendamt muss eingreifen. Die Stadt Hof verfolgt eine Sozialstrategie, um solche Heimunterbringungen zu minimieren. Jugend- und Sozialamt arbeiten dabei enger zusammen, um die Familien zu stärken und Stabilität zu schaffen, damit es den betroffenen Kindern gut geht.
Mit Erfolg. Wie es in einem Schreiben aus dem Rathaus heißt, ist die Zahl der Heimunterbringungen in Hof in den vergangenen sechs Jahren um rund 20 Prozent gesunken. Ein neuer Tiefststand. Damit setzt Hof dem bayern- und oberfrankenweiten Trend etwas entgegen, wo die Zahlen gestiegen sind. Das spart auch Kosten in Millionenhöhe für die Unterbringung.
In den vergangenen eineinhalb Jahren konnten durch die Hofer Sozialstrategie 24 Kinder wieder vom Heim zu ihren Familien zurückkehren, heißt es weiter. Keine dieser Maßnahmen musste abgebrochen werden. Die Erfolgsquote liege damit deutlich über Vergleichswerten wissenschaftlicher Untersuchungen, wonach Rückführungen häufig scheitern.