Lange hatte sich der Hofer Stadtrat in diesem Jahr Zeit für den Haushalt genommen. Am Abend hat ihn das Gremium mehrheitlich verabschiedet. Mit 267 Millionen Euro ist er so schwer wie noch nie und in dieser Form aber nicht genehmigungsfähig. Oberbürgermeisterin Eva Döhla:
Wie es aussieht, wird die Stadt Hof auch in den nächsten Jahren keinen ausgeglichenen Haushalt aufstellen können oder die Mindestzuführung abbilden können. Es wird auch immer schwieriger werden, die Anforderungen zu erfüllen, die mit dem Erhalt der Stabilisierungshilfen verbunden sind.
Trotzdem sind viele Investitionen enthalten wie Brücken- und Schulsanierungen, das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof und ein neues Drehleiter-Fahrzeug für die Feuerwehr.
Für das neue Drehleiter-Fahrzeug und für die Schulsanierungen hat sich besonders die CSU-Stadtratsfraktion eingesetzt. Obwohl der Haushalt nicht genehmigungsfähig ist, hat die CSU dennoch zugestimmt, so Fraktionsvorsitzender Wolfgang Fleischer:
Die Haushaltszustimmung ist, denke ich, eine ganz große Sache der Verantwortung, anstatt aus eigenen Anliegen dagegen zu stimmen wegen ein, zwei Punkten. Das muss man in den Haushaltsberatungen gut verhandeln. Wir müssen dem Haushalt zustimmen, sonst kann er nicht in Kraft gesetzt werden.
Auch die Fraktion FAB und Freie hat zugestimmt. Fraktionsvorsitzender Albert Rambacher:
Wenn wir jetzt zustimmen, wird er trotzdem abgelehnt. Das ist halt die Tragik, die dahinter steht. Aber auf der anderen Seite haben wir halt in Beratungen, was priorisiert werden muss, was unbedingt durchgeführt werden muss im Grunde genommen dann mehr oder weniger gemeinsam so untergebracht, dass das auch für uns in Ordnung war.
Für die Fraktion war das in erster Linie die Sanierung der FOS/BOS.
Was schon lange auf der Wunschliste der Stadt und vieler Anwohner im Hofer Osten steht: die Ortsumgehung Leimitz. In diesem Jahr ist sie nun endlich im Haushalt verankert. Genau aus diesem Grund haben die Grünen im Hofer Stadtrat den Haushalt aber abgelehnt, so Fraktionsvorsitzende Gudrun Kiehne:
Es geht ausschließlich um die Ortsumgehung Leimitz. Wir sind dagegen. Wir sind natürlich für eine Lösung für die Anwohner dort, aber für eine kleinere, günstigere und ökologisch nicht so schlimme Lösung. Ansonsten fanden wir alles, was im Haushalt drin ist, gut. Da hätten wir voll zugestimmt. Es ist nur aus diesem einen Grunde.
Auch der Linken-Stadtrat hat dagegen gestimmt.