Es ist der letzte Haushalt, den Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner dem Kreistag vorgelegt hat. Er ist in der heutigen (Fr) Sitzung mit großer Mehrheit und nur vier Gegenstimmen beschlossen worden. Der Landkreishaushalt hat ein Gesamtvolumen von 122,3 Millionen Euro. Davon sind 108,1 Millionen Verwaltungshaushalt und 14,2 Millionen Euro Vermögenshaushalt.
Söllner hat in seiner Rede die schwierige weltpolitische Lage betont, die auch Auswirkungen auf die Region hat. Vor diesem Hintergrund sei der Haushalt 2026 sogar erfreulich solide, so Söllner. Mit einer niedrigen Kreisumlage, einer historisch niedrigen Verschuldung und einer beachtlichen Investitionsquote, so der Landrat. Man habe darauf geachtet, die Städte, Märkte und Gemeinden so wenig wie möglich zu belasten. Dennoch könne der Ausgleich des Kreishaushalts nur mit einer Anhebung des Kreisumlagesatzes erreicht werden. Der Landkreis hat keinen eigenen Erhöhungsbedarf veranschlagt. Letztendlich beträgt die im Haushalt eingeplante Kreisumlageerhöhung 2,1 Hebesatzpunkte. Damit werde der Landkreis Kulmbach dieses Jahr sowohl bayernweit als auch auf oberfränkischer Ebene wieder einen unterdurchschnittlichen Hebesatz haben.
Was die Verschuldung angeht: Ende 2025 war sie bei 2,19 Millionen Euro gelegen. Das ist der niedrigste Schuldenstand seit der Landkreis Kulmbach in seiner jetzigen Form existiert. Vor diesem Hintergrund sei eine Neuverschuldung von maximal 2,88 Millionen Euro durchaus vertretbar, so Söllner.
An Investitionen ist auch 2026 der Bereich Bildung wieder der Schwerpunkt. Generalsanierungen an den Schulgebäuden und das Projekt Realschule rücken immer mehr in den Fokus. Aber auch Straßensanierungen, Radwege und der ÖPNV stehen auf dem Plan.