Rund 60.400 Schülerinnen und Schüler starten am 15. September 2026 in Oberfrankens Grund-, Mittel- und Förderschulen ins neue Schuljahr. Weitere gut 27.700 Schülerinnen und Schüler werden oberfränkische berufliche Schulen (ohne Fach- und Berufsoberschulen) besuchen.
Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen in Oberfranken
In Oberfranken gibt es insgesamt 224 staatliche Grundschulen, 91 staatliche Mittelschulen, die Staatliche Gesamtschule Hollfeld sowie 14 private Grund- und Mittelschulen. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Grundschulen sinkt leicht von 38.432 auf 38.309. Die Zahl der Erstklässler sinkt leicht von 9.611 auf 9.517. Insgesamt werden im neuen Schuljahr 1.762 Grundschulklassen gebildet.
Die Zahl der Mittelschülerinnen und Mittelschüler steigt von 16.581 auf 17.020. Sie werden in 814 Klassen unterrichtet.
Personalsituation an den Grund- und Mittelschulen
Neu eingestellt wurden in diesem Jahr 113 Lehrkräfte, 8 Fachlehrkräfte und 1 Förderlehrkraft. Zusätzlich wechseln 79 Lehrkräfte, 17 Fachlehrkräfte und 5 Förderlehrkräfte aus anderen Regierungsbezirken nach Oberfranken. Die Zahl der Lehramtsanwärter für Grund- und Mittelschulen ist deutlich gestiegen.
Für die Gesamtversorgung sind auch Lehrkräfte im Angestelltenverhältnis wichtig. Zur Sicherstellung der Mobilen Reserve und für zusätzliche Unterrichtsangebote sind hier noch Stellen zu besetzen.
Dank dieser Maßnahmen sind der Unterricht nach Stundenplan sowie Wahlpflicht-, Förder- und besondere Unterrichtsangebote gewährleistet.
Auch für die gezielte sprachliche Förderung stehen entsprechende Ressourcen bereit. Im Schuljahr 2026/2027 sind zur Bildung von Vorkursen „Deutsch 240“ an Grundschulen oberfrankenweit 948 Wochenstunden eingeplant. Damit kann gemeinsam mit den Kindertageseinrichtungen ein flächendeckendes Angebot für Kinder geschaffen werden, bei denen im Rahmen der Sprachstandserhebung ein Sprachförderbedarf festgestellt wurde.
Angesichts des bundesweiten Lehrkräftemangels und der üblichen Fluktuation bleibt es während des Schuljahres eine anspruchsvolle Aufgabe, flächendeckend ausreichend Lehrkräfte für Vertretungsfälle zur Verfügung zu haben. Nach Schuljahresbeginn ausscheidende Lehrkräfte werden wie in den vergangenen Jahren durch neues Personal ersetzt.
Das regierungsbezirksübergreifende Direktbewerbungsverfahren, das seit dem Schuljahr 2024/2025 auf 13 Stellen ausgebaut wurde, konnte 2026/2027 umgesetzt werden. Dieses Verfahren unterstützt die Personalversorgung in Regionen mit hohem Personalbedarf und geringer Bewerberzahl.
Schülerzahlen an Förderschulen in Oberfranken
Im Schuljahr 2026/2027 steigen die Schülerzahlen an den Förderzentren in Oberfranken im Vergleich zum Vorjahr leicht von 4.920 auf 5.063. Die Zahl der Schulanfänger ist dagegen leicht rückläufig und liegt bei 471 – zehn weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der zu bildenden Klassen bleibt unverändert bei 451.
Personalsituation an Förderschulen in Oberfranken
Für das neue Schuljahr erhielt der Regierungsbezirk Oberfranken eine bedarfsgerechte Zuweisung von Lehrerstunden zur sonderpädagogischen Grundversorgung. Insgesamt sind 28 Neuanstellungen von Lehrkräften für Sonderpädagogik an den oberfränkischen Förderschulen vorgesehen. Zusätzlich erhalten zwei Fachlehrkräfte und eine Förderlehrkraft eine Planstelle im Förderschulbereich. Im Rahmen des bayerischen Versetzungsverfahrens ergänzen acht Versetzungen aus anderen Regierungsbezirken die Personalversorgung.
Die Zahl der neuen Studienreferendarinnen und -referendare ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.
Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten an den Förderschulen umfassen Stellen für Aushilfslehrkräfte, Abordnungen von anderen Lehrämtern, Pflegekräfte, heilpädagogische Unterrichtshilfen sowie für pädagogische Unterstützungskräfte.
Unterrichtssituation an Beruflichen Schulen
An den 17 oberfränkischen Berufsschulen, die über 180 Berufe und damit nahezu das gesamte Spektrum an Berufsfeldern abdecken, werden rund 19.000 Schülerinnen und Schüler ausgebildet.
Im Bereich der Berufsvorbereitung, Berufsintegration und Flüchtlingsbeschulung steigen die Schülerzahlen weiter an. Es sind mittlerweile 25 (+3 gegenüber dem Vorjahr) ganzjährige Berufsvorbereitungsklassen eingerichtet, die bei zusätzlichem Bedarf durch 10 (+4 gegenüber dem Vorjahr) sogenannte „Flexiklassen“ ergänzt werden können. Hinzu kommen 66 Vollzeit-Berufsintegrationsklassen und 3 spezielle „Flexiklassen“ zur Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt für ca. 1.250 Jugendliche und junge Erwachsene.
Personalsituation an Beruflichen Schulen
Für das Schuljahr 2026/2027 konnten im Direktbewerbungsverfahren elf der zwölf Planstellen im Berufsschulbereich besetzt werden, davon sechs im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Auch in den Mangelfachrichtungen Bau- und Metalltechnik konnten insgesamt fünf Lehrkräfte für Oberfranken gewonnen werden. In Agrarwirtschaft und Bautechnik gelang jeweils eine Einstellung durch schulspezifische Sondermaßnahmen.
Für die Einsatzschulen stehen zudem 46 Referendarinnen und Referendare des zweiten Ausbildungsabschnitts zur Verfügung.
red