Schockanrufer vor Gericht: bis zu vier Jahre Gefängnis möglich

12. April 2023 , 08:05 Uhr

Sie sind eine Plage und wir werden sie nicht los, die Betrüger, die mit Enkeltrick und Schockanrufen auch Oberfranken überziehen und immer wieder große Geldsummen erbeuten. Aktuell wird laut Frankenpost in Hof gegen eine 26-jährige Frau aus Polen verhandelt, die als Läuferin 12.000 Euro von einer 89-jährigen Frau aus Lichtenberg abgeholt hatte. Immerhin, der jungen Frau droht eine Gefängnisstrafe von vier Jahren, das fordert die Staatsanwaltschaft.

Polizei und Staatsanwaltschaft wissen inzwischen einiges über die Vorgehensweise dieser Betrügerbanden. Es gibt Läufer, die das Geld abholen und so genannte Keiler, diejenigen die sehr gut Deutsch sprechen und die Opfer am Telefon einwickeln. Das geschieht sehr professionell. Einmal am Haken lassen die Betrüger ihre Opfer nicht mehr los und fahren  falsche Oberkommisssare, Staatsanwälte und Notare auf.
Und die Ermittler haben auch Bewegungsprofile, wissen zum Beispiel, dass die Läufer sich oft mit einem Taxi bis zur nächsten Autobahn fahren lassen wo sie dann aufgesammelt werden.

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