Schlag gegen den Rauschgifthandel – Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

24. April 2026 , 14:00 Uhr

Die Kriminalpolizei Bamberg hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bamberg ein mutmaßliches Rauschgiftnetzwerk aufgedeckt. Vier Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren sitzen inzwischen in Untersuchungshaft, ein weiterer wurde vorläufig festgenommen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im vergangenen Winter: Damals soll einer Sechstklässlerin am Bamberger ZOB Ecstasy verkauft worden sein. Im weiteren Verlauf ergaben sich Hinweise auf weiteren Drogenhandel im Stadtgebiet – auch mit jungen Konsumenten. Die Polizei nahm daraufhin ein Netzwerk ins Visier, das offenbar im größeren Stil mit Betäubungsmitteln gehandelt haben soll. Unterstützt wurden die Ermittlungen zeitweise auch vom Bayerischen Landeskriminalamt. Am vergangenen Mittwoch kam es schließlich zu mehreren Durchsuchungen in Bamberg und im Landkreis. Dabei stellten die Beamten unter anderem Kokain, Cannabisprodukte und Ecstasy sicher. Auch Bargeld und Waffen wurden gefunden.

Hier die ausführliche Pressemitteilung der Polizei:

Schlag gegen den Rauschgifthandel – Vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft

BAMBERG / LKR. BAMBERG. Umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bamberg führten zur Aufdeckung eines mutmaßlichen Rauschgiftnetzwerks im Raum Bamberg. Fünf Tatverdächtige konnten festgenommen werden, gegen vier von ihnen ergingen Untersuchungshaftbefehle.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Vorfall im vergangenen Winter, bei dem einer Sechstklässlerin am Zentralen Omnibusbahnhof in Bamberg durch einen zunächst unbekannten Täter Ecstasy-Pillen verkauft worden waren. In der Folge ergaben sich Hinweise auf weitere Rauschgiftverkäufe im Stadtgebiet, bei denen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Abnehmer in Erscheinung traten.

Das zuständige Fachkommissariat für Rauschgiftdelikte der Kriminalpolizei Bamberg leitete daraufhin umgehend intensive Ermittlungen ein. Im Verlauf der aufwändigen und teils verdeckt geführten Maßnahmen identifizierten die Beamten ein Netzwerk lose zusammenarbeitender Personen, die im Verdacht stehen, in erheblichem Umfang mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Die Ermittlungen wurden zeitweise durch Kräfte des Bayerischen Landeskriminalamtes sowie weitere Unterstützungseinheiten begleitet.

Am Mittwoch vollstreckten die Einsatzkräfte auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Bamberg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Insgesamt durchsuchten die Beamten fünf Objekte im Stadtgebiet Bamberg sowie im Landkreis. Dabei stellten sie umfangreiche Beweismittel sicher, darunter

Zudem fanden die Ermittler Bargeld, Kommunikationsmittel sowie Waffen.

Im Zuge der Maßnahmen nahmen die Beamten fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg wurden vier Tatverdächtige – drei Männer und eine Frau – am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der jeweils die Untersuchungshaft anordnete.

Gegen einen 18-jährigen Deutschen erging Haftbefehl u.a. wegen bewaffnetem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln und bewaffnetem Handeltreiben mit Cannabis.

Gegen einen 19-jährigen Deutschen erging Haftbefehl u.a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 17 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.

Gegen einen 18-jährigen iranischen Staatsangehörigen erging Haftbefehl u.a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 15 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.

Gegen eine 18-jährige Deutsche erging Haftbefehl u.a. wegen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in 7 Fällen und gewerbsmäßigem Handeltreiben mit Cannabis.

Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg betonen:

„Der Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere wenn sich dieser gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, wird mit aller Konsequenz verfolgt. Der Schutz junger Menschen hat hierbei oberste Priorität.“

Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.

 

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