Der fränkische Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm und Tausenden Stellenstreichungen seinen Sparkurs erheblich. Das Unternehmen will in Europa weitere 3.460 Stellen abbauen, davon 2.660 in Deutschland, heißt es in einer Mitteilung aus Herzogenaurach. Zudem ist die Schließung von vier deutschen Standorten geplant.
Der Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die größere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. Fünf Standorte, davon vier in Deutschland, sollen perspektivisch geschlossen werden. Darüber hinaus sei vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen und Schweinfurt Anpassungen vorzunehmen. Einschnitte könne es auch in Herzogenaurach, Bühl, Nürnberg und Regensburg geben.
Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisierten das neuerliche Sparprogramm scharf. Denn bereits 2024 und 2025 hatte Schaeffler die Streichung mehrerer tausend Arbeitsplätze beschlossen.