Die Teilsanierung des historischen Gebäudes der Wunderburgschule aus dem Jahr 1880 im laufenden Schulbetrieb verzögert sich und verlangt der gesamten Schulfamilie weiterhin Geduld und Flexibilität ab. Das teilt die Stadt Bamberg aktuell mit. Eine Baustelle im laufenden Betrieb belaste mit täglichen Einschränkungen, Lärm und wiederkehrenden Terminverschiebungen. Umso wichtiger sei es, die konkreten Gründe für Bauzeitverlängerungen offen darzulegen und transparent über die weiteren Schritte zu informieren, heißt es in einer Mitteilung.
Unvorhergesehene Bauschäden im ersten Obergeschoss sowie ein notwendiges Kündigungsverfahren gegen einen Handwerksbetrieb machen eine grundlegende Aktualisierung des Bauzeitenplans erforderlich. Hauptursache sind die besonderen Gegebenheiten der historischen Bausubstanz: Beim planmäßigen Rückbau der Putzflächen im ersten Obergeschoss traten wesentlich tiefere Substanzmängel zutage als zuvor erkennbar. Das großflächige Ausbrechen der Wandflächen erfordert nun einen erheblich aufwendigeren Wiederaufbau der Wände als ursprünglich kalkuliert.
Zusätzlich erschwerte ein weiteres Ereignis den Bauablauf: Die Stadtverwaltung sah sich gezwungen, dem beauftragten Fliesenleger wegen vertragswidriger Untätigkeit fristlos zu kündigen; der Auftrag wird derzeit neu vergeben, um weiteren Verzögerungen zu begrenzen.
Aufgrund dieser Ereignisse wurden die Fertigstellungstermine angepasst: Während der Rück- und Neuaufbau der Bodenkonstruktion im Raum der Mittagsbetreuung gebündelt in den Sommerferien 2026 erfolgt, ist der Abschluss der Arbeiten im Hauptgebäude für die Herbstferien 2027 vorgesehen.
Durch die tiefere Sanierung der Bausubstanz sowie marktbedingte Baukostensteigerungen von ca. zehn Prozent steigen die Gesamtkosten der Maßnahme auf ca. 8,55 Millionen Euro brutto.