Vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt geht heute (18.8.) eines der Verfahren gegen die Reichsbürger-Gruppe Reuß weiter. Zuletzt hatte der aus Oberfranken stammende Peter W. sein Schweigen gebrochen und damit für Aufsehen gesorgt. W. hat jetzt gestanden, man habe einen Staatsstreich geplant, einen bewaffneten Überfall auf das Reichstagsgebäude, um gezielt Politiker festzunehmen. Er habe für 40.000 Euro Kampfkleidung gekauft. Ein Versuch, Waffen im großen Stil zu beschaffen, sei gescheitert. Der 55-Jährige gilt nicht als einer der Rädelsführer der Gruppe, soll aber eine tragende Rolle gespielt haben, weil er den Kontakt zu weiteren Ex-Militärs hergestellt haben soll – und den Sturm vorbereiten sollte. Die Verfahren gegen Peter W. in Frankfurt und gegen weitere Gruppe-Reuß-Mitglieder vor anderen Gerichten laufen seit zwei Jahren. Sie sind wegen des Verdachts des Hochverrats und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt.