REGIOMED-Geschäftsführung betont „vollumfänglichen Informationsfluss“

11. Oktober 2023 , 17:17 Uhr

Update (11.10.):

Der Konzernbetriebsrat von REGIOMED hat das Aus für den Klinikverbund kritisiert und dabei auch den Entscheidern vorgeworfen, dass Beschäftigte aus verschiedenen Bereichen erst aus der Presse von den Plänen erfahren hätten. Auf RadioEINS-Nachfrage entgegnete Geschäftsführer Musick, dass der Informationsfluss vollumfänglich gewesen sei. Die Kritik des Betriebsrates könne sich nur auf Einzelpersonen beziehen und nicht auf alle, heißt es in der Antwort. Darin wurde auf die interne Kommunikation der Pläne verwiesen. Demnach wurde u.a. ein entsprechendes Dokument ins Intranet gestellt – kurz nachdem das Managementboard informiert worden war. Die Bereichsleitungen, der Leiter Rettungsdienst und die Einrichtungsleitung Service GmbH hätten im Anschluss an das Managementboard ihre Bereiche direkt informiert. Wie berichtet hatte die Gesellschafterversammlung entschieden, dass die kommunalen Träger nächstes Jahr wieder selbst für die einzelnen Kliniken zuständig sein sollen.

 

Erstmeldung:

Die geplante Auflösung des Klinikverbunds REGIOMED sorgt für massive Kritik von Seiten des Konzernbetriebsrats. In seiner Gesamtheit hätte REGIOMED in der aktuellen Zeit der Krankenhausreform immense Chancen geboten, so Vorsitzender Lücke am Nachmittag (10.10.) bei einer einberufenen Pressekonferenz. Kritisiert wurde auch, dass bei der Veröffentlichung der Pläne vor allem von den Kliniken die Rede war, von anderen Bereichen des Verbunds nicht. Martin Lücke:
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Muttergesellschaft fordert der Konzernbetriebsrat nun eine Beschäftigungszusage. Auch die Arbeitnehmervertreter selbst wurden von den Plänen überrascht. In entsprechenden Vorbesprechungen waren sie nach eigenen Angaben nicht eingebunden. Wie berichtet hatte die Gesellschafterversammlung beschlossen, dass künftig wieder die kommunalen Träger selbst für die Kliniken in Coburg, Lichtenfels, Hildburghausen und Sonneberg zuständig sind.

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