Die geplanten Kürzungen bei der ambulanten Psychotherapie sorgen in Oberfranken für Kritik. Die oberfränkische Grünen Bezirksrätin Dagmar Keis-Lechner warnt vor einer Verschlechterung der Versorgung.
Hintergrund ist eine Entscheidung, nach der die Vergütung für psychotherapeutische Leistungen ab April um rund 4,5 Prozent sinken soll. Keis-Lechner befürchtet, dass dadurch weniger Therapeutinnen und Therapeuten im Kassensystem arbeiten – besonders im ländlichen Raum.
Schon jetzt gebe es lange Wartezeiten. Wenn ambulante Angebote weiter geschwächt würden, könnten mehr Patientinnen und Patienten in Kliniken behandelt werden.
Keis-Lechner fordert deshalb ein Umdenken in der Politik. Die Entscheidung müsse überprüft und die Rahmenbedingungen für die ambulante Psychotherapie deutlich verbessert werden – damit die Versorgung vor Ort langfristig gesichert bleibt.