Am Landgericht Bamberg beginnt heute ein aufsehenerregender Betrugsprozess. Vor der 6. Strafkammer muss sich ein 52-jähriger israelisch-kanadischer Staatsangehöriger verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in vier Fällen vor. Er soll als Geschäftsführer eine Software namens „Airsoft“ vertrieben haben, mit der nicht existente Handelsverläufe von Trading-Plattformen simuliert wurden. Über Callcenter sollen Anlegern hohe Gewinne vorgetäuscht worden sein – tatsächlich seien die eingezahlten Gelder von Beginn an für die Täter bestimmt gewesen. Der mutmaßliche Gesamtschaden liegt laut Anklage bei rund 94 Millionen Euro. Das Urteil soll am 19. März gesprochen werden.