Der Prozess um mutmaßlichen Dieselbetrug am Landgericht Hof lichtet sich langsam. In dieser Woche haben weitere Angeklagte ausgesagt. Außerdem gab es ein weiteres Rechtsgespräch mit den Beteiligten. Die Ergebnisse gab es jetzt vor dem Landgericht zu hören – dabei ging es vor allem um das mögliche Strafmaß für die Angeklagten.
Für den angeklagten Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale bleibt es bei möglichen sechs bis sieben Jahren Haft. Allerdings berichtet die Frankenpost, dass sich die Staatsanwaltschaft dem annähern und von ihren zuletzt geforderten sieben bis acht Jahren runtergehen könnte. Voraussetzung ist ein umfassendes Geständnis. Anfang April hatte der Händler den Dieselbetrug vor Gericht eingeräumt. Zugunsten halten könnte ihm die Kammer sein bislang straffreies Vorleben und dass sein Unternehmen nach Prozessende faktisch nicht mehr existieren könnte. Zulasten könnte vor allem der hohe Steuerschaden von rund 44 Millionen Euro gehen.